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Von Eglharting nach Glonn

Teilstrecke: 13,3 km

Anfahrt:
Nach Eglharting: S-Bahnlinie S5, Buslinie 442
Nach Glonn: Buslinien 413, 440 und 463

Der Wegweiser Glonn - Berg am Starnberger See mit der Weitwanderwegmarkierung ROT-WEISS am Kinderspielplatz
Eglhartinger Gatter zeigt uns den Verbindungsweg zwischen Nordroute (BLAU-WEISS) und Südroute (GELB-WEISS), einem
sehr abwechslungsreichen Weg.  Wir gehen Richtung Süden und verlassen den Ebersberger Wildpark, rechts sehen wir die
Kirche von Neukirchen, kommen an einer kleinen Schrebergartenanlage vorbei und gehen weiter durch die Bahnunterführung
ins Dorf Eglharting hinein. Wir kommen an der linken Straßenseite an einem Getränkemarkt vorbei und gehen weiter, bis wir
dann an der Wasserburger Landstraße (B 304) stehen. Zwei Gasthäuser laden uns ein (Gasthaus Hamberger und Gasthaus
Maier, Eintragungsstellen. Eine Tankstelle mit Laden, ein Bäcker und ein Metzger ermöglichen die Auffrischung des Proviantes.
Wir queren die verkehrsreiche B 304 vorsichtig und gehen die Bucher Straße, ca. 300 m, und dann den Ilchinger Weg geradeaus
nach Süden, bis wir Eglharting auf einer kleinen asphaltierten Straße bei Schule und Kirche verlassen. An einer Wasserschutzzone
vorbei, sehen wir im Süden bereits den Weiler Ilching, links vom Weg den Weiler Riedering, schräg rechts im Südwesten, in der
Öffnung der Rodungsinsel sehen wir die kleine Barockkirche von Buch, ein kleines Bauerndorf (Gemeinde Kirchseeon).

Wir durchwandern Ilching, vorbei an Bauernhöfen und einer Kapelle mit Ententeich davor. Ein kleiner gelber Wegweiser Buch
macht uns darauf aufmerksam, daß wir den anderen Weg links davon einschlagen müssen, in Richtung Moosach. Vorbei an
geschützten alten Eichen, streben wir dem Waldrand zu. Gleich am Waldrand erblicken wir ein Markierungsschild (grünes
Dreieck mit grünem Kreis), dem wir bis zum Ort Moosach folgen werden, auch unsere Markierungen W oder Balkenstrich
ROT-WEISS treten bestätigend auf. Wir halten uns auf der ausgeprägten Sandstraße, die auf dem Höhenrücken des
Moränenzuges bis kurz vor dem Staatsgut Deinhofen hier einen Ausblick und dort eine Anhöhe zeigt. Der Weg führt nun
kurz bergab, um den Wald zu verlassen und dann auf einer Birkenallee wieder bergan dem Hochufer des Moosachtales
zuzustreben. Wieder haben wir eine kleine Anhöhe erklommen. Ein kleiner idyllischer Fischweiher, umstellt von Bäumen,
lädt uns zum rasten ein (eine werbende Tafel der Schloßgaststätte Falkenberg lockt, 15 Minuten von hier, ein kleiner Umweg
am Weiler Reit vorbei nach Osten). Unsere Markierung führt nach Süden bergab dem Dorf Moosach zu. Am Hang genießen
wir wieder den schönen Ausblick, links im Osten sehen wir in der Ferne auf einer Anhöhe die Kirche zu Alxing, durch das
ebenfalls eine Route unserer Weitwanderung führt (GELB-WEISS). Unter uns Moosach mit seinem Satteldachkirchturm,
rechts im Westen die Wallfahrtskirche Maria Altenburg auf einem bewaldeten Hügel, im Sommer gut versteckt. Auch
diese Kirche werden wir uf unserem Weiterweg besuchen.

 Im Dorf Moosach angelangt (Eglharting- Moosach 2,5 Stunden Gehzeit) haben wir die Wahl: Einkehr beim Neuwirt oder
Einkauf in einem kleinen Laden an der Hauptstraße. Dazu müssen wir die Markierung kurzzeitig verlassen. Der Neuwirt befindet
sich auf der Nordseite der Kirche, der Laden auf der Südseite. Auch die Haltestelle der Buslinie 440 (Glonn-Grafing-Bahnhof/S5
/DB 50) finden wir hier vor. Haben wir uns versorgt, so folgen wir nun wieder der Markierung im nördlichen Ortsbereich, zunächst
durch die Nordenstraße nach rechts (West), dann über einen Wiesenweg, um uns dann auf einer Asphaltstraße Altenburg zu
nähern. Auf der Talsohle unter dem Hügel von Altenburg sehen wir den Bach Moosach, der aus einem schluchtartigen kleinen
engen Tal herausfließt. Auch eine Fischzucht befindet sich in diesem Tälchen. Leckerer Räucherfisch wird dort auch sonntags
angeboten. Wer Zeit hat, kann auch die Moosachquellen besuchen. Wir steigen nun einen Stufenweg hinauf zur Wallfahrtskirche
Maria Altenburg. Sie thront auf einem ehemaligen Burghügel, ist sehenswert und man sagt dieser heiligen Stätte nach, aß sie
schon vielen Menschen geholfen haben soll. An diesem Wallfahrerziel gibt es auch eine kleine gemütliche Imbißwirtschaft im
Grünen (nur zeitweise geöffnet). Haben wir uns umgeschaut und gelabt, gehen wir weiter in Richtung Süden auf einer wenig
frequentierten schmalen Asphaltstraße, deren Ausblick genießend, bis zum Wald weiter. Im sogenannten Tegernseer und
Moosacher Holz queren wir mehrere Waldwege, bis wir dann auf die Autostraße Moosach-Oberpframmern stoßen, der wir
150 m nach rechts (West) folgen. Unterhalb des Forsthauses (von Wedlstedt'sche Forstverwaltung) führt eine Sandstraße
zum Steinseebad bergauf, der wir folgen. Der Steinsee, 570 m NN, ist ein typischer Toteiskessel aus der jüngsten Kaltzeit.

Dieser kleine, sehr tiefe Moränensee (25 Meter) weist eine Wasserfläche von 21 ha auf und ist der zweitgrößte See des
Landkreises Ebersberg. Seit dem 3. Juli 1981 ist das Betreten des Süduferbereiches aus Naturschutzgründen verboten.
Der Steinsee ist in ein Landschaftsschutzgebiet eingebunden. Vielleicht ist gerade Sommer und ein warmer Badetag, dann
folgen wir seiner Einladung spätestens am freizugänglichen Ostufer und schwimmen eine kleine Runde. Wir merken uns vor.
Ab dem Ostufer des Steinsees begleitet uns ein Teilstück der Glonner Wanderwegmarkierung Nr. 3 (Gelb) bis Adling und von
dort die Markierung Nr. 4 (Rot) bis Glonn. Ab dem Steinseeostufer führt uns ein Waldweg, dem wir der Orientierung wegen
vorsichtig folgen, auf der Höhe zum Weiler Doblberg. Bevor wir jedoch zum Weiler gelangen, erreichen wir über dem schattigen
Waldweg eine Aussichtsbank unter einem Kirschbaum. Vor uns tut sich wieder das Alpenpanorama auf, die Ortsbilder vom
Dorf Adling und dem Markt Glonn schmücken die Aussicht zu einem bayerischen Bild aus. Unter uns der Weiler Doblberg.
Im Bild vor uns schlängelt sich eine schmale Teerstraße bergauf und bergab dem Süden zu. Einzelbäume auf den Anhöhen.
Es macht so richtig Spaß, dieser Bauernstraße durch Adling nach Glonn zu folgen. Adling liegt auf einer Anhöhe, von wo aus
wir über die Adlinger Straße Glonn erreichen. Ab der Filzenstraße in Glonn, die links abzweigt. heißt die Adlinger Straße dann
Lena-Christ-Straße, nach der bekannten bayerischen Heimatschriftstellerin, die hier in Glonn zu Hause war. Von der Lena-Christ-
Straße wiederum führt die Johannesstraße in Richtung Südwest zum Marktplatz. Hier endet die Markierung ROT-WEISS. In Glonn
gibt es, seit es die Sommerfrische gab, einen "sanften" Fremdenverkehr. Übernachtung, Einkehr, Versorgung. Wir treffen hier auf
die Weitwanderwegmarkierung GELB-WEISS, der Süd-route Berg/Starnberger See - Wasserburg/Inn.

Wir haben die Wahl, dem Weg nach Osten, zum Inn hin, oder nach Westen, zur Isar hin, zu folgen. In der Umgebung von Glonn
befindet sich ein gut ausmarkiertes Wanderwegenetz, dessen Wegemarkierungen unser Weitwanderweg teilweise folgt.
Sehenswert wären die Quellen der Glonn am westlichen Ortsrand, aber leider ist seit einigen Jahren der Zugang versperrt.
Das in einem ortstypischen Gebäude untergebrachte Glonner Heimatmuseum, vorbildlich und sehenswert, macht interessante
Aussagen über Land und Leute. Eine kleine Gemäldegalerie lädt zur Augenweide ein, sie zeigt in wechselnden Ausstellungen
Bilder aus verschiedenen Zeitabschnitten aus dem oberbayerischen Raum.

Ortsplan: Hier klicken!

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