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Glonn heute

Glonn - liebens- und lebenswerte Heimat
Dem Naherholungssuchenden ist unser Marktflecken durch seine herrliche Landschaft bekannt. Gletscher haben diese vielgestaltige, kleinräumige Gegend in
der letzten Eiszeit geprägt: Sanft geschwungene Hügel, klare Quellbäche, kleine Seen und ausgedehnte Mischwälder laden dort,
wo das Voralpenland anfängt, zum Wandern und Radeln ein. Diese Landschaft ist mit Raritäten ausgestattet wie Hangquellmooren, Toteiskesseln
und Pflanzenarten wie dem bayerischen
Löffelkraut, das es nur an zwei Plätzen auf dieser Erde gibt.
Die Weltstadt München vor der Haustüre, die Alpen bei Föhnwetter zum Greifen nahe - das macht
viel von der Attraktivität unserer Gemeinde für Einwohner und für Gäste aus. Mit S-Bahn und Bus
sind Sie in weniger als einer Stunde von München aus bei uns.
Dem Liebhaber bayrischer Schriftstellerei fallen Lena Christ und Hans Ernst
ein, wenn er den Namen Glonn hört. Die kleine Lena verlebte ihre Kindheit bei den Großeltern in Glonn, in der Straße,
die heute ihren Namen trägt. Sie nannte diese Glonner Kindheit die glücklichste Zeit in ihrem Leben, dem sie auf tragische
Weise auf dem Münchener Waldfriedhof selbst ein Ende setzte. Ihre "Lausdirndlgeschichten" und ihr autobiographisches
Werk "Erinnerungen einer Überflüssigen " geben Einblick in ihre Glonner Zeit. Hans Ernst, einst Dienstbote beim
Schwaiger zu Glonn, hat in sein bekanntestes Werk "Die Hand am Pflug" die Erfahrungen seiner Glonner Jahre einfließen lassen.
Wolfgang Koller, Lehrer und Schulrat aus Glonn, gab seiner Liebe zu Land und Leuten in seinen Gedichten und
seiner Chronik dauerhaften Ausdruck. Sein Sohn Bernhard Koller, früh verstorben, bewies sein lyrisches Talent in den wenigen Gedichten
seines kurzen Schaffens. Andere Glonner haben den Namen unseres Ortes in die Welt hinausgetragen: Der Arzt Prof. Dr.
Max Lebsche zum Beispiel, ein Schüler des berühmten Chirurgen Sauerbruch, oder der Posthalter Wolfgang Wagner,
Abgeordneter des Landtages und des Reichstages.
Den Freunden der bildenden Künste sind die Glonner Maler Wilhelm Kaiser und Georg Lanzenberger ein Begriff.
Wieviele Freunde moderner Opern wissen schon, daß der Komponist Prof. Günther Bialas nach dem Kriege in Glonn eine zweite
Heimat gefunden hatte? Die Musik, die Malerei und die Fotografie setzen auch heute noch Glanzlichter im kulturellen Leben unserer Gemeinde: Vier Chöre gibt es am Ort,
dazu eine große Blaskapelle und zahlreiche Musikgruppen.
Die ehemalige Klosterschule mit ihren wunderschönen Räumen nutzen die Glonner Kulturvereine zu einer Vielzahl von Ausstellungen,
die weit über den Landkreis Ebersberg hinaus Interesse finden. Und Glonn rechtfertigt das Prädikat "Markt" im Jahreskreis mit
regelmäßigen Bauern- und Jahrmärkten sowie einem Christkindlmarkt. Handel und Handwerk haben einen guten Boden in unserer
mittelständisch geprägten Gemeinde. In Glonn kann man sich nicht nur wunderbar rholen, man kann auch bestens einkaufen.
Glonn ist Kleinzentrum im Süden des Landkreises Ebersberg und Sitz einer Verwaltungsgemeinschaft von sechs Gemeinden,
deren größte der Markt Glonn mit seinen über 4.000 Einwohnern ist. Hat die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe zwar auch in
Glonn stark abgenommen, so prägt nach wie vor die Milchwirtschaft das Landschaftsbild. Immer mehr Betriebe stellen sich auf
ökologischen Landbau um, vermehrt entdecken auch bei uns Landwirte die Selbstvermarktung als zusätzliche Erwerbsquelle.
Drei ehemalige Gutshöfe und ein Kloster prägen den Osten unserer Gemeinde: In Sonnenhausen nimmt sich eine Bildungseinrichtung
der Schweisfurt-Stiftung vor allem der Umweltbildung an. Die Herrmannsdorfer Landwerkstätten, nur einen knappen Kilometer entfernt,
verwirklichen in ihren vielfältigen Produktionszweigen ökologisches "Um-Denken" und naturnahe Wirtschaftsformen. Dem Gutshof
Georgenberg verleiht der Patron der zugehörigen kleinen Kirche den Namen. Schloß Zinneberg hat eine fast eintausendjährige
Geschichte hinter sich, seit einem dreiviertel Jahrhundert ist es in Besitz des Ordens der Guten Hirtinnen. Sie haben sich die Hilfe für
Mädchen und Frauen in Not zur Aufgabe gemacht. Viele alte, zum Großteil pflegebedürftige Menschen, verbringen ihren Lebensabend
im Marienheim in Glonn. Die Kirchen in und um Glonn prägen das Erscheinungsbild und das Gemeinschaftsleben in den insgesamt
27 Ortschaften der Marktgemeinde. Die Pfarrkirche in Glonn im traditionellen Gelbweiß ist das Wahrzeichen des Ortes, die
Filialkirchen in Frauenreuth und Kreuz waren einst beliebte Wallfahrtsziele. Den architektonischen Kontrast dazu stellt die
Evangelische Kirche an der Wiesmühlstraße mit ihrem aufragenden zwölfeckigem Spitzdach dar.
Das Glonner Dorffest am ersten Wochenende nach Beginn der Großen Ferien lockt Besucher aus Nah und Fern an. Die größeren
Vereine am Ort stellen dazu an der Schule ihre Hütten auf, die dem viertägigen Fest das besondere Flair verleihen. Aktive Vereine
sorgen für ein lebendiges Gesellschaftsleben in Glonn. Sie organisieren alljährlich eine breite Palette an sportlichem,
gesellschaftlichem und kulturellem Angebot, u.a. ein eigenes Ferienprogramm für Kinder. Aktive Erholung ist in Glonn übers
ganze Jahr möglich: Das Hallenbad, das Naturbad Wiesmühle, der Kastensee und der Steinsee sind Paradiese für Wasserratten,
im Winter stehen den Skifreunden herrliche Loipen um Glonn und zwei Skilifte zur Verfügung. Die beiliegende Freizeitkarte weist
eine Fülle rad- und wandertauglicher Straßen und Wege aus, die gerade auch für Familien bestens geeignet sind. Glonn bietet
hohe Lebensqualität für seine Einwohner und für die Gäste. Hier kann man gut wohnen und einkaufen, sich aktiv erholen und
vortrefflich einkehren in einem der zahlreichen schönen Gasthäuser in und um Glonn. Wir sind keine Hochburg des Tourismus -
und wollen das auch nicht werden, aber uns ist der Gast, der Erholung und Entspannung sucht, der unsere schöne Landschaft
und ihre Natur zu schätzen weiß und verantwortungsvoll damit umgeht, herzlich willkommen.
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